über mich

Das wichtigste in meinem Leben ist ganz klar meine Familie. Diese gibt mir auch die nötige Kraft und Energie die ich im Alltag brauche. Ich bin verheiratet und bin stolzer Vater zweier Söhne (die auch schon die ersten Gehversuche am Wasser unternommen haben).

Meine anglerische Laufbahn begann im Alter von vier Jahren, als ich mit meinem Großvater an einem kleinen Teich mit Regenbogenforellen, Karpfen und kleinen Flussbarschen meine ersten Fische fangen konnte. Es war ein Setzkescher voller handlanger Barsche den ich stolz vorweisen konnte.

   

Da befiel mich das Angel-Virus und immer mehr Ausflüge ans Wasser waren die Folge. Zu meinem Glück wohnte ich nur unweit der Kampstauseen Ottenstein und Dobra entfernt. Das Teichfischen war mir schnell zu langweilig geworden, die Stauseen beherbergten ganz andere Kontrahenten – nach Karpfen und Schleien war klar – ein Hecht musste her.

War ich in der Schule damals weniger zielstrebig, umso eifriger war ich beim Fischen. Ein Tüftler war ich schon immer, die Schleppsysteme baute ich anfangs aus Eislöffeln, ganz zur Freude meiner Mutter, fängig waren die Teile allemal. Ich kann mich auch noch bestens an meinen ersten Gummiköder erinnern, es war ein 8cm langer, weißer Shad von „Mister Twister“ mit rotem Jigkopf – gabs damals bei uns im Supermarkt um die Ecke. Meine Eltern waren meist wenig erfreut wenn ich von den herkömmlichen Methoden abwich und so auch mit dem Gummiköder. Weder mein Vater noch mein Opa konnten mir genau sagen, wie das Teil nun gefischt wird. Also montierten wir den Gummi an einer Rute mit Schwimmer und ab ging die Reise – es dauerte nicht lange und ein Hecht verirrte sich tatsächlich an den Köder. Und als ich dann die Idee hatte, man könnte das Ding wie einen Blinker verwenden, da ging die Post erst richtig ab. Das war für mich der Einstieg in die Kunstköderfischerei. Ich besorgte mir Bücher und Magazine anstatt einer Bravo, wie dies meine Freunde so taten, und bereicherte mich mit Fachwissen.

Ich verbrachte damals jede freie Minute am Wasser manchmal ging ich auch noch vor dem Unterricht zum Angeln. Aber die Fische die ich damals am Kamp schon fing, bestätigten mich in meinem Tun.

Auch abseits vom Angeln war ich schon immer sehr naturverbunden, weshalb ich mich nach meiner Matura über Umwege, für ein Biologiestudium entschloss. Sofort suchte ich dort nach den „Fischmenschen“, wollte ich doch genau die Dinge lernen, die ich über Fische noch nicht wusste. Nach intensiver Studienphase leistete ich kurz vor meiner Diplomprüfung meinen Wehrdienst ab, wo ich jede Menge Zeit zum Nachdenken hatte.

Da kam mir erstmals der Gedanke als professioneller Angelguide mein Geld zu verdienen. Da ich mit meiner Ausbildung als Fischbiologe unbedingt in dem Fachbereich arbeiten wollte aber keine passenden Jobs vorhanden waren, machte ich meine Leidenschaft also zum Beruf. Fische fangen konnte ich, wie aber die Sache auf Schiene bringen? So entwarf und programmierte ich meine erste Webseite selbst, mein derzeitiger Webmaster würde auf und davon laufen, es reichte aber für den Anfang. Zusätzlich ließ ich ein Prospekt gestalten und los gings.

Es dauerte auch gar nicht lange, da flatterten die ersten Buchungen ins Haus, und mein Job als Guide wurde immer nachhaltiger. Zusätzlich zum Guiding betreibe ich auch einen Webshop – als Service am Kunden, sowie ein Ingenieurbüro für Fischökologie. Vielen meiner Gäste ist es besonders wichtig, abseits von Methoden, Ködern und tollen Fängen auch Spezialwissen zu konsumieren. Dem gehe ich sehr gerne nach, zählt beim Guiding doch nicht nur der gefangene Fisch, sondern viel mehr etwas zu lernen und selbst in der Praxis umzusetzen.

          

Mittlerweile biete ich das sechste Jahr Guidingtouren an verschiedenen Gewässern an, die Kampstauseen sind meine Stammreviere, auf Salmoniden angle ich unter anderem am Stausee Klaus bzw. in meinem eigenen Salmoniden-Pachtrevier. Ich bin auch ständig auf der Suche nach neuen Revieren und erschließe mir diese fischereilich, um meine Stammgäste mit neuen Möglichkeiten begeistern zu können.

Methodisch bin ich komplett auf die Fischerei mit Kunstködern eingestellt, Schleppfischen, Jiggen und Vertikalangeln sind meine wichtigsten Disziplinen, Drop Shot Angeln, Fischen mit Jerks – alles mein Metier.

Fliegenfischen ist meine nicht mehr ganz so geheime Leidenschaft, ich angle damit nicht nur auf Salmoniden sondern auch auf Hecht, Zander und Co.

Meine Paradedisziplin ist das Vertikalangeln vom Boot, dazu passend mein Lieblingsfisch, der Zander. Da habe ich auch schon viel Energie in die Produktentwicklung gesteckt – z.B. spezielle Bleiköpfe zum Vertikalangeln.

Mein „Angeljahr“ beginnt im Winter mit Eisangeln am Kampstausee Ottenstein. Saison ist meist Ende Jänner, bis Anfang März. In dieser Zeit bin ich auch immer auf Messen unterwegs um meine Bekanntheit zu steigern. Im April startet dann die Saison am Fluss, im Mai biete ich die ersten Einsteiger-Angelkurse sowie Schnupperfischen für Kinder an. Ab Juni startet dann die Guiding-Hauptsaison und dauert bis Ende November. In der Zeit zwischen Guiding und Eisfischen bin ich auf der Huchenpirsch.

Alles in allem verbringe ich mehr als 2/3 des Jahres am Wasser – eine absolute Notwendigkeit um permanent am Ball zu bleiben um die Gäste zum Fisch führen zu können. Im August bin ich öfters mit meinem Boot im Schlepp unterwegs um neue Gewässer kennenzulernen – dieses flexible Arbeiten ist mir besonders wichtig und erschließt mir viele Möglichkeiten fischereilich voranzukommen.